Caspa in Bochum

Posted by on Mai 17, 2012 in Musik

Caspa, einer der Dubstep Pioniere schlechthin hat gestern Abend die Zeche in Bochum besucht und war zu Gast bei den Jungs von Dub’l Trouble. Da Mr.Selec und ich noch unserem Production Wednesday gefrönt hatten und Trixstar ebenfalls bei uns in der Lautah Lounge rumhing viel der Besuch der Veranstaltung eher spät aus. Wir kannten aber den Timetable bereits im Vorfeld,  also kein Problem. Sachen gepackt und ab in die Zeche. Da war ich bestimmt seit 10 Jahren nicht mehr. Das Letzte mal auf dem Konzert einer Gothic Band glaube ich. Keine Probleme reinzukommen, obwohl ich meinen Ausweis vorzeigen musste (niedlich – ich hab doch sogar schon ein paar graue Haare!). Der erste Eindruck war etwas seltsam: Auf dem Flur lief AC/DC in voller Lautstärke und im Hauptraum war ein ca. 18 Jahre altes Mädchen, das sich gerade auf den Fußboden übergab. Ach ja, die kleinen… Sie werden ja so schnell erwachsen…  Jan und Phil in full Effect an den Decks und Sola Plexus am Mic zogen sich durch verschiedene Spielarten britischer Bassmusik. Kurz durch die Menge geschaut und ein paar bekannte Gesichter getroffen. Die Menge… Hm ja… Es war nicht leer, aber auch nicht übermäßig voll. Bei der Größe der Halle und dem Booking halte ich den Break even leider für fraglich. Dann kamen Caspa und Rob Azlan. Caspa hat mich etwas zwiegespalten zurückgelassen: Die erste Hälfte seines Sets fand ich gut. Abwechslungsreich von Socamäßigen Tunes über Dubstep bis akzentuiertem Brostep. Keine Übertreibungen, gute Dynamik mit schnellen Mixes. In der zweiten Hälfte schien er mir aber irgendwie die Lust verloren zu haben. Das Mixing wurde langsamer und die Tracks angepasster. Weniger Variation und mehr von dem, was die Kids halt Dubstep nennen. Ach ja, die kleinen… Lustig zu lesen, wenn im Netz dann Kommentare auftauchen wie “Spielt der auch noch mehr Dubstep?”. Er hat sogar für die Gören Skrillex in Combination mit Jr.Gong Marley gespielt (was laut gehört doch sogar irgendwie ein Ohrwurm ist – für mich bedenklich – liegt aber m.E. nach an Damien’s Vocals… Wenn man die über Rusko’s Jahova legen würde…). Rob Azlan fand ich überflüssig. Keine wirklich beeindruckende Stimme, jede Menge Standard shouts und Hands up Gesten und bei den Chant und Gesangs versuchen nicht wirklich in Key. Da fand ich damals sgt. Pokes wesentlich eindrucksvoller, obwohl er auch mehr auf Shouts gesetzt hatte – sein Timing ist besser. Im Anschluss hatten LowMax und Nogata dann das Pech vor einem bereits relativ leeren Haus zu spielen, gemessen an der Gesamtgröße. Schade. Also ab nach Hause.

Insgesamt empfinde ich den Abend nicht als vergeudet, aber ich muss zugeben, dass ich nicht ganz überzeugt war. Leider.